Winnie Puuh ... und der Honigbaum

Deutscher Kinostart: ab* April 1967 (WDF)
(
* Erklärung dazu in der Infobox)

Die Zusammenstellung des Films ist über diverse Quellen lückenlos nachgewiesen.

 

- Winnie the Pooh and the Honey Tree (1966)
- The Old Mill (1937)
- Farmyard Symphony (1938)
- The Ugly Ducking (1939)
- The Lone Chipmunks (1953)
- The Country Cousin (1936)
- The Three Little Pigs (1933)

Filmdienst bzw. Zweitausendeins vermelden bei einer Laufzeit von 74 Minuten genau diese Cartoons.



 (Illustrierte Film-Bühne Nr. 7545)

Das Forschen nach einem Original, parallelen VÖs anderer Länder und sicheren Quellen

Walt Disneys Plan, das Publikum langsam an die Figur Winnie Puuh heran zu führen, begann am 4. Februar 1966. Hier startete der kleine Bär als Vorprogramm zur Komödie The Ugly Dachshund. Während in England (1966) und Frankreich etwa ein Jahr später die selbe Zusammenstellung in den Kinos zu sehen war, wurde die Veröffentlichung in anderen Ländern individuell gestaltet. So lief das Featurette in Österreich und Italien als Beiprogramm zu Die Wüste lebt, in Japan zu Sammy, the way-out Seal. In den meisten Fällen lief Winnie Puuh jedoch, aufgestockt mit weiteren Cartoons, separat in den Kinos an. Wohl in der Hoffnung, dass das kleine Honigmäulchen im April 1967 einen Oscar einheimsen könnte, wählte man zur Aufstockung primär ehemalige Oscargewinner. Speziell Italien machte hier ein regelrechtes Event aus der Sache. Neben Die Wüste lebt und Winnie Puuh wurden hier Three Orphan Kitten, Lend a Paw und Ferdinand the Bull gezeigt. Das nenne ich mal eine ordentliche Packung für's Geld! Weitere Kinopremieren fanden nachweislich in Schweden, Finnland, Dänemark, Irland und Brasilien statt, auch wenn mir hier bislang noch einige Poster-Beweise fehlen.

Der Vertriebstitel "unserer" Zusammenstellung lautete German Shorts Program 1967. Wie nun der schießwütige Kater Karlo zumindest in Deutschland in diese Kollektion reinrutschen konnte, ist wieder einer diesen Merkwürdigkeiten, die sich wohl nie klären lassen werden. Die nach dem Hauptfilm gezeigten Cartoons hatten allesamt deutsche Titelkarten.

- Winnie Puuh ... und der Honigbaum           - Winnie the Pooh and the Honey Tree
- Die alte Mühle                              - The Old Mill
- Hühnerhofballade                            - Farmyard Symphony
- Das häßliche Entlein                        - The Ungly Ducking
- A- und B-Hörchen auf Verbrecherjagd         - The Lone Chipmunks
- Vetter Vielfraß (aka. Der Vetter vom Lande) - The Country Cousin
- Die drei kleinen Schweinchen                - The Three Little Pigs

The Ugly Dachshund, hier betitelt als Geliebter Haustyrann, und Winnie Puuh liefen bei uns nahezu zeitgleich 1967 an. Für den Bären gab es deutschlandweit jedoch keinen einheitlichen Starttermin. Grund dafür war, dass aufgrund einer Neuregelung der Schulbeginn bundesweit einheitlich auf den 1. August angesetzt wurde, weswegen in manchen Bundesländern gar keine Osterferien statt fanden, zumindest jedoch die Ferien in ganz Deutschland ziemlich durcheinander gewirbelt wurden. Daher passte Disney die Starttermine individuell den Ferienterminen der einzelnen Bundesländer an. Selbiges galt auch für Goofy und seine Spießgesellen.

              
die Werbekampagnen von USA/Großbritannien und Frankreich

         
Japan und Spanien

         
Italien, Schweden und Finnland

Die Synchronanalyse ...

... können wir uns an dieser Stelle einmal sparen, da Winnie Puuh von mir eh separat auf einer anderen Seite analysiert wird und wurde. Die Kinofassung mit Erich Kestin als Puuh Bär gelangte später lediglich als bearbeitetes Hörspiel in den Handel. Was die zusätzlichen Cartoons angeht, so waren dort neben vier dialoglosen O-Ton Kandidaten lediglich noch A- und B-Hörnchen in ihrer deutschen Kinofassung von 1963 zu sehen, die drei kleinen Schweinchen in der bis heute unveränderten Fassung von 1952.